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Europameisterschaft 2019 in Pamplona

Am Samstag, den 17.08.2019 ging es für mich um 4:30 Uhr zum Flughafen Stuttgart. Die wohl größte und spannendste Erfahrung in meiner sportlichen Laufbahn stand mir bevor, die Europameisterschaft im Inline Speedskating in Spanien. Von Stuttgart über Frankfurt sind wir gegen 12 Uhr in Pamplona gelandet. Nachdem wir in unsere Ferienwohnungen bezogen hatten ging es auch schon direkt los zum ersten Training auf dem Straßenkurs.

Die ersten 4 Tage haben wir jeweils 2 mal auf dem Straßenkurs und auf der Bahn trainiert. Das Training verlief sehr gut, ich habe mich super fit gefühlt und war bereit alles zu geben. Am Donnerstag standen dann fliegende Runden auf dem Programm jedoch bin ich am Morgen aufgewacht und habe gemerkt "Ohje Francie irgendwie gehts dir heute nicht gut". Ich hatte in der Nacht auch nicht gut geschlafen und habe mich am Morgen sehr schlapp und unwohl gefühlt. Mit Bauchschmerzen und Kopfschmerzen war dieser Tag gelaufen - ein Training war nicht möglich. Ich war sehr frustriert und wollte nicht wahrhaben, dass mir meine Gesundheit jetzt einen Strich durch die Rechnung macht wo ich mich über die letzte Wochen und Monate so intensiv für die EM vorbereitet habe. Die nächsten 3 Tage ging es mir nur langsam besser, sodass ich weiterhin nicht am Training teilnehmen konnte.


 

Am Sonntag Abend den 25.08.2019 ging es zur Eröffnungsfeier mit allen anderen Nationen. Ich muss sagen dieses Gefühl für Deutschland, mit der Nationalmannschaft und der Deutschen Fahne einzulaufen ist unbeschreiblich und das werde ich auch nie vergessen. Am Montag starteten die Wettkämpfe auf der Bahn. Durch meine Krankheit wurde ich nicht wie erhofft für die Langstrecke vorgesehen, sondern konnte nur 2 Sprintstrecken auf der Bahn laufen. Durch die 5 Tage Pause war ich nicht in Topform. Aber ich hatte so die Chance in die Meisterschaft reinkommen und mich nun voll und ganz auf die Straßenwettkämpfe und meine Stärke, nämlich das Langstreckenrennen konzentrieren.

Am Samstag standen dann die 15.000m Ausscheidung für mich auf dem Programm. Ich war soooo nervös als ich an der Startlinie stand und als der Startschuss gefallen ist hieß es für mich nur noch ab nach vorne. Ich habe alles gegeben und war in Anbetracht der Umstände zufrieden. Am Sonntag wurde dann wie üblich der Marathon als Abschluß gelaufen. Hier gab es die einzige Goldmedaille für das Deutsche Team. Für mich Persönlich musste ich im Anbetracht meiner Verfassung mit dem Rennen zufrieden sein. Mit der Abschlußfeier am Abend konnten wir die EM mit guter Laune und schönen Erfahrungen ausklingen lassen. Es war schön die ganzen Sportler auch mal außerhalb des Sports zu sehen und es war ein sehr schöner Abend. Nach einer kurzen Nacht ging es am Montag zum Flughafen und zurück nach Hause.

Alles in Allem war es eine wirklich schöne und gute Erfahrung an die ich mich noch ganz lange erinnern werde. 17 Tage zusammen mit der Deutschen Nationalmannschaft bei solch einem Ereignis dabei zu sei war wirklich toll.

Ich möchte mich noch ganz herzlich bei meinen Sponsoren, meinem Verein, meinem Trainer und meiner Familie bedanken! Danke, dass ihr an mich geglaubt und mich unterstützt habt!

Vielen lieben Dank!
Eure Francie Heiser

 

        

 

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